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Nächster Gottesdienst

17. Dezember 2017
3. Sonntag im Advent
10.00 Uhr Pfarrkirche
Epistel: 1.Kor 4,15
Evangelium: Mt 11,2-6
Prediger: Pastor Dr. Grell

 
aus der Gemeinde
 
 
Andacht

„Liebe Güstrower, liebe Gäste, Geborgenheit – das strahlt dieses Bild von der Maria im Blumenkranz aus. Wie so viele Künstler des späten Mittelalters wollte auch der Maler dieses Bildes einen „hortus conclusus“, einen abgeschlossenen Garten darstellen. Maria und Jesus sind umgeben von einem Meer an Blumen. Dieser Raum, wo Mutter und Kind allein für sich sind, ist ein heiliger Raum – geheiligt durch die einmalige Liebe zwischen Mutter und Kind. Kein Mensch kann dieser Mutter je näherkommen als ihr neugeborenes Kind, und kein Mensch kann diesem Kind je näherkommen als seine Mutter in diesen ersten Tagen nach der Geburt. Im Hintergrund um die beiden herum glänzt das Gold – herrlich wie Gott in seiner Herrlichkeit, unergründlich wie Gottes Ewigkeit und doch voller Wärme und Licht wie Gottes Liebe. Der nackte Säugling liegt in den Armen der Mutter, umsäumt von ihrem wallenden Kleid im Himmelblau. Die junge Mutter schaut über seinen Kopf hinweg in die Zukunft; ihr Blick ist liebevoll und traurig zugleich, als ahnte sie, was kommt und was ihrem Kind bevorsteht. Diesen Augenblick des Anfangs möchte sie aber festhalten – in Ewigkeit, wenn es ginge! Die Blumen, die Mutter und Kind umranken und beschützen, sind sehr verschieden. Die mittelalterliche Mystik kennt sieben Blumen der Maria: Die dornenlose Rose, die Lilie, die Akelei, das Veilchen, das Schnee- oder Mai- glöckchen, die Nelke, die Walderdbeere. Diese sieben Blumen entsprechen den sieben Schmerzen der Maria: 1) Die Weissagung Simeons, dass wegen dieses Kindes ein Schwert ihr Herz durchbohren wird; 2) die Flucht vor dem Kindermord durch Herodes; 3) der Verlust des zwölfjährigen Jesus nach der Wallfahrt zum Tempel; 4) die Begegnung mit Jesus auf dem Kreuzweg; 5) die Kreuzigung und das Sterben Jesu; 6) die Kreuzesabnahme; 7) die Grablegung Jesu. Der Betrachter erkennt im Bild den Gegensatz: Auf der einen Seite diese Liebe – einmalig, herrlich, warm, einladend, ewig glänzend und auf der anderen Seite die unendlichen Schmerzen, durch die Mutter und Kind hindurchgehen werden. Und doch wird die Liebe des Anfangs am Ende bleiben – ewig bleiben. Durch die Liebe dieser Mutter zu ihrem Kind scheint Gottes Liebe in unsere Welt voller Gewalt und Schmerzen hinein. Diese Liebe – und nicht die Gewalt und die Schmerzen! – wird ewig bleiben. Auch nach der Reformation hier in Güstrow wollte man dieses Bild von der Maria mit ihrem Kind festhalten – es wurde bewusst 1583 auf dem Blatt in der Tür zur „Reformationskanzel“ von Rudolph Stockmann gemalt (heute die Tür zur Sakristei). Diese Geschichte von der ewigen Liebe Gottes zu den Menschen ist unsere Weihnachtsbotschaft, und es ist verständlich, warum sie bis heute noch die Menschen anzieht und mit großer Freude erfüllt. Sie ist die Liebe des Anfangs, nach der wir uns alle sehnen, die wir oft schmerzlich vermissen, die wir auch oft auf leichtsinnige Weise verlieren. Wie die uranfängliche Liebe einer Mutter zu ihrem Kind lässt sie uns nicht los, zieht sie uns, will sie uns erlösen.

Es grüßt sie herzlich Ihr

Mitchel Grell

 
Das neue Geläut
Das neue Geläut der Pfarrkirche Sankt Marien

Seit dem Pfingstsonntag 2016 verfügt die Pfarrkirche über ein neues  Geläut.

Die große Friedensglocke:

3,2 t schwer mit einem Durchmesser von 1,72 m und dem Ton h°.

Verziert mit der Taube, die einen Ölbaumzweig im Schnabel trägt, aus der Noah-Geschichte der Bibel, und dem Regenbogen als Zeichen des Friedens, den Gott mit seinen Menschen geschlossen hat.
Als Inschrift in Latein und Deutsch: +O REX GLORIAE CHRISTE VENI CUM PACE+ O KOENIG DER HERRLICHKEIT KOMM MIT FRIEDEN.
Und dem Text aus einem Lied von Hans Jürgen Netz: „EHRE SEI GOTT AUF DER ERDE IN ALLEN STRASSEN UND HÄUSERN, DIE MENSCHEN WERDEN SINGEN, BIS DAS LIED ZUM HIMMEL STEIGT: EHRE SEI GOTT UND DEN MENSCHEN FRIEDEN, EHRE SEI GOTT UND DEN MENSCHEN  FRIEDEN, FRIEDEN AUF ERDEN.“

Im Schlagring zur Erinnerung an die vorher im Turm gewesenen Glocken: + GEWEIHT A. D. 1508 + UMGEGOSSEN A. D. 1600 . 1854 + IM KRIEG ZERSTÖRT A.D. 1942 + AUS EISEN ERSETZT A. D. 1950 + NEU GEGOSSEN a. d. 2015 + NEHMT  EINANDER AN GLEICH WIE UNS CHRISTUS HAT ANGENOMMEN ZU GOTTES LOB. RÖM. 15,7 + JAHRESLOSUNG  2015

 

Die Sonntagsglocke:

1,4 t schwer, mit einem Durchmesser von 1,30 m und dem Ton e’.
Als Bild trägt sie zwei Menschen, Mann und Kind im Gespräch, und Rathaus und Pfarrkirche als Ensemble, zum Zeichen  dafür, dass die Glocken alle Menschen der Stadt einladen.
Als Inschrift oben: + HÖRET ALLE Völker + MERK AUF, LAND UND ALLES WAS DARINNEN IST + DENN GOTT, DER HERR, HAT MIT EUCH ZU REDEN + MICHA 1 V.2     
Inschrift unten im Schlagring: GEWEIHT A.D. 1508 + UMGEGOSSEN A.D.1600‘ 1854 + IM KRIEG ZERSTÖRT 1942 + AUS EISEN ERSETZT AD 1950 + NEU GEGOSSEN A.D. 20

Die Marienglocke als Gebetsglocke

1,0 t schwer, mit einem  Durchmesser von 1,18 m und dem Ton fis’.
Als Inschrift den Lobgesang der Marien: +MAGNIFICAT ANIMA MEA DOMINUM ET EXULTAVIT SPIRITUS MEUS IN DEO SALUTARI MEO + MEINE SEELE EREHEBT DEN HERRN UND MEIN GEIST FREUET SICH GOTTES, MEINES HEILANDES, DENN ER HAT DIE NIEDRIGKEIT SEINER MAGDT ANGESEHEN. SIEHE, VON NUN AN WERDEN MICH SELIG PREISEN ALLE KINDES KINDER. DENN ER HAT GROSSE DINGE AN MIR GETAN, DER DA MÄCHTIG IST UND DES NAME HEILIG IST. SEINE BARMHERZIGKEIT WÄHRET IMMER FÜR UND FÜR BEI DENEN, DIE IHN FÜRCHTEN. ER ÜBT GEWALT MIT SEINEM ARM UND ZERSTREUT, DIE HOFFÄRTIG SIND IN IHRES HERZEN SINN. ER STÖSST DIE GEWALTIGEN VOM THRON UND ERHEBT DIE NIEDRIGEN. DIE HUNGRIGEN FÜLLT ER MIT GÜTERN UND LÄSST DIE REICHEN LEER AUSGEHEN. ER GEDENKT DER BARMHERZIGKEIT UND HILFT SEINEM DIENER ISRAEL AUF, WIE ER GEREDET HAT ZU UNSEREN VÄTERN, ABRAHAM UND SEINEN KINDERN EWIGLICH+ LUKAS 1,46-55

Inschrift im Schlagring: GEWEIHT A.D.1508 + UMGEGOSSEN A.D.1701*1854 + IM KRIEG ZERSTÖRT 1942 + AUS EISEN ERSETZTA.D.1950 + NEU GEGOSSEN A.D. 2015

Mehr über die neuen Glocken erfahren Sie hier: Weg zu den neuen Glocken

 

 

 

 
     
 
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