Startseite  
Mittwoch, 14. November 2018
 
 
   
 
Baugeschichte
Ausstattung
Gottesdienste
Gemeindeleben
Gemeindebote
Besucherinformation
Nützliche Seiten
Administrator
 
     
 
Die Glocken PDF Drucken E-Mail

Das erste Geläut von Sankt Marien ist beim großen Stadtbrand von 1503, bei dem auch die Spitze des Kirchturms einstürzte, vollständig zerstört worden.

Mit dem Wiederaufbau der Kirche im Jahre 1508 wurde auch ein neues Geläut mit drei Glocken errichtet (Claus Peter, Glockensachverständiger Hamm/NRW).
Die vierte und älteste Glocke des damaligen Geläutes, wurde 1425 in den Werkstätten von Rinkert de Monkehagen gegossen. Da in ihrem Felde eine 24 cm Flachrelief-Figur des Heiligen Georg als Hauptschmuck erscheint, kam man auf die Vermutung (siehe Friedrich Schlie), sie könne ehemals der 1550 abgebrochenen katholischen Kapelle des St.-Jürgens-Stiftes gedient haben und sei vermutlich erst später dem zunächst aus drei Glocken bestehenden Geläut hinzugefügt worden. Diese Glocke trägt heute die Bezeichnung Glocke IV, Taufglocke, sie ist aus Bronze (78% Kupfer und 22% Zinn) Ø104 cm, Tonlage as‘.
Die nächstälteste war eine von Ernst und Johann Siebenbaum im Jahre 1701 gegossene Glocke mit 3259 kg Gewicht und einem Ø von145 cm. Die anderen beiden Glocken, mit 2400 kg bzw. 5500 kg Gewicht und 155 cm bzw. 182 cm Durchmesser, sind 1854 von dem Glockengießer Carl Jllies in Waren aus zwei älteren Glocken, die im Jahre 1600 von den Wismarer Meistern Gerd und Klaus Bincke hergestellt worden waren, umgegossen worden.
Im ersten Weltkrieg blieb das besonders harmonische Geläut der Pfarrkirche von der Beschlagnahme durch das Kaiserreich verschont. Man gab sich mit der Entfernung der Orgelpfeifen aus Zinn (1917) zufrieden.
Die Chronik der Pfarrkirche berichtet dann jedoch 1942 von der Ablieferung des Kupferdaches des Turmes und von der Demontage von drei Glocken aus der Glockenstube des Turmes und weiterer zwei Glocken aus der Turmlaterne (Gewicht 600 bzw. 400 kg und 80 cm bzw. 60 cm Durchmesser) zur Verwendung als Kriegsmaterial. Auch die Glocke im Dachreiter sollte noch abgeliefert werden. Ob auch dies wirklich geschah ist nicht bekannt. Eine kleine Glocke ist jedoch heute nicht mehr in Dachreiter vorhanden. Die älteste 1425 geweihte Glocke verblieb 1942 als einzige im Turm.
1950 konnten mit Mitteln der Stiftung der Pfarrkirche und mit finanzieller Unterstützung durch den Oberkirchenrat drei neue Glocken für das Gotteshaus nachgegossen werden. Sie kamen laut Glockenzeichen
von der Firma Schilling und Latterman als Stahlglocken aus Apolda in Thüringen (siehe Tabelle).
Am 11.03.1951 vormittags zum Beginn des Hauptgottesdienstes wurden die Glocken durch den Landessuperintendenten Sibrand Siegert geweiht.

 

Technische Daten der Glocken
GlockeGewichtØSchlagton
Glocke I (Dominica)~ 3000 kg1960 mmc’
Glocke II (Betglocke)1250 kg1440 mmes’
Glocke III (Trauglocke)2000 kg1620 mmf’
Glocke IV (Taufglocke)~ 700 kg1044 mmas’






















 
< zurück
     
 
Login Form





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
 
     
 
Go to top of page  Startseite | Links | Kontakt | Suche | FAQs | Impressum | Archiv |